Verbandsgebäude, Frankfurt am Main
Knapp zwei Jahrzehnte nach Errichtung des Altbaus wurde dieser um ein 14-geschossiges Hochhaus auf sechseckigem Grundriss ergänzt. Nach 30-jährigem Betrieb wurde 2004 eine grundlegende Revitalisierung des Gebäudes erforderlich. Nach Integration verschiedenster Aspekte der Gebäudetechnik, des Sonnen-, Wärme- und Schallschutzes kam hier das Prinzip der zweischaligen Fassade zur Anwendung. Diese Bauweise ermöglicht die Option einer individuellen Fensterlüftung in jedem Büroraum und erhöht dadurch erheblich den Nutzungskomfort.
Der Sonnenschutz wird innerhalb des Fassadenzwischenraums gefahren und ist daher auch bei starkem Wind aktiv. Die Fassade ist sowohl horizontal als auch vertikal geschottet, um die Schallübertragung von Raum zu Raum zu verhindern. Weiterhin wird hierdurch die Rauchausbreitung innerhalb der Fassade eliminiert. Gestalterisch bot die vorgelagerte „zweite Haut“ die Möglichkeit, die im Rohbau angelegte horizontale Bandfassade durch ein senkrechtes Profilsystem zu überlagern, dadurch den Baukörper optisch zu strecken und filigraner wirken zu lassen. Die neue Fassade gibt dem Gebäude somit ein unverwechselbares und zeitgemäßes Erscheinungsbild.
Im Zuge der Baumaßnahme wurde auch der Konferenzbereich im obersten Geschoss neu gestaltet. Im Rahmen eines durchgängigen innenarchitektonischen Konzeptes wurden die Erfordernisse modernster Kommunikationstechniken auf handwerklich und gestalterisch hohem Niveau umgesetzt. Die neu eingefügte Figur des Ovals bildet das Zentrum des Geschosses, auf das sich die Gestaltung des Grundrisses und der in die Decke geschnittenen Licht-Sheds bezieht.
| Objekt: | Verbandsgebäude, Revitalisierung und Fassadensanierung |
| Standort: | Frankfurt am Main, Karlstrasse |
| Bauherr: | Verband der Chemischen Industrie, Frankfurt am Main |
| Bauzeit: | 01/04 - 11/04 |













